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04.03.2026

Schwesterngrab in Hochheim bleibt als Ehrengrab erhalten

Das Grab wird in Anerkennung und Wertschätzung der dort bestatteten Schwestern als Ehrengrab ausgewiesen

Hochheim am Main, 04.03.2026 – Über viele Jahrzehnte hinweg hat die Antoniushaus gGmbH das sogenannte „Schwesterngrab“ auf dem Alten Friedhof in Hochheim am Main gepflegt und die Erinnerung an die dort bestatteten Ordensschwestern lebendig gehalten. Nach Ablauf des zuletzt geschlossenen Nutzungsrechts wurde dieses zum 26. Januar 2026 ordnungsgemäß an die Stadt Hochheim am Main zurückgegeben. Die Grabstätte sollte – in Absprache mit dem Orden – eingeebnet werden.

Nach Bekanntgabe dieser Entscheidung an die Stadt, kam von dort eine überraschende Reaktion: Die Stadt Hochheim hat mit sofortiger Wirkung das Nutzungsrecht übernommen und entschieden, das Grab in Anerkennung und Wertschätzung der dort bestatteten Schwestern als Ehrengrab auszuweisen und dauerhaft zu erhalten. „Es ist uns ein Anliegen, dass dieses Grab weiterhin als Ort des Gedenkens und der Besinnung erhalten bleibt“, erklärt Bürgermeister Dirk Westedt in einem Schreiben gegenüber der Antoniushaus gGmbH.

Im Schwesterngrab sind sechs Schwestern bestattet. Sie haben über viele Jahre hinweg das Leben und Wirken in Hochheim und insbesondere im Umfeld des Antoniushauses geprägt. Die Grabstätte war und ist ein sichtbares Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Stadt und den Menschen vor Ort.

Ursprünglich kamen die Heiligenstädter Schulschwestern bereits 1912 ins Antoniushaus. Ab diesem Zeitpunkt konnten im Antoniushaus weibliche Körperbehinderte eine Ausbildung zur Damen- und Wäscheschneiderin absolvieren und hierfür waren u.a. die Ordensschwestern zuständig. Während der Kriegsjahre im Zweiten Weltkrieg bezeichnete die damalige Mutter Oberin das Antoniushaus als „Insel des Friedens“. Die – in der Regel – sechs Schwestern waren in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, unter anderem in der Küche oder im Erwachsenenwohnbereich, und trugen so wesentlich zum Betrieb und zur pädagogischen Arbeit des Hauses bei. In den letzten Jahren der 1980-iger waren nur noch vier bis fünf Schwestern im Antoniushaus tätig bis die Schwestern 1988 in ihr Mutterhaus zurückbeordert wurden.


Auch die Antoniushaus gGmbH und die gesamte JG Rhein-Main begrüßen die Entscheidung der Stadt ausdrücklich: Die Ausweisung als Ehrengrab ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung und des Respekts gegenüber dem Wirken der Schwestern. Das Schwesterngrab bleibt damit ein würdiger Erinnerungsort für die Stadt Hochheim, für das Antoniushaus und für alle, die sich den Schwestern und ihrem Engagement der christlichen Nächstenliebe verbunden fühlen.

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Weitere Pressematerialien und das Logo des Antoniushauses: www.jg-rhein-main.de/pressemitteilungen 

Anlage:
• Foto des Schwesterngrabs

Ihre Ansprechperson

Dr. Dr. Caspar Söling

Sprecher der Geschäftsführung

Antoniushaus gGmbH und Sankt Vincenzstift gGmbH

 
06722 901 401
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